Datenbericht · Alle Branchen · November 2026
Das Beschaffungsamt der Bundeswehr vergibt rund jeden zweiten EU-Auftrag ohne Ausschreibung
Geschrieben von Ravid Efroni, Gründer von Tendervane · Stand 2. November 2026
Für Redaktionen: Rückfragen beantworten wir schriftlich unter ravid@tendervane.com. Alle Zahlen und jede Vergabe des BAAINBw ohne Ausschreibung stehen unten als CSV.
Wir haben alle 157.007 Vergabebekanntmachungen deutscher öffentlicher Auftraggeber auf TED ausgewertet, abgesandt zwischen 1. Januar 2024 und 30. Oktober 2026, alle Branchen. Insgesamt sinkt der Anteil der Lose mit nur einem Angebot, von 21,7 auf 16,5 Prozent, am Bau von 10,3 auf 6,3 Prozent. Zwei große Auftraggeber fallen heraus. Das Beschaffungsamt der Bundeswehr (BAAINBw) meldet in 639 von 1.118 Vergabebekanntmachungen ein Verfahren ohne Ausschreibung, 57,2 Prozent; ohne Vertragsänderungen und Fälle nach einer gescheiterten Ausschreibung sind es 49,4 Prozent. Seit 2024 hat sich daran kaum etwas geändert. Bei der Deutschen Bahn bekam mehr als jedes fünfte Bau-Los nur ein Angebot, bei allen anderen Bauauftraggebern jedes vierzehnte.
Alles auf dieser Seite ist aus den Bekanntmachungen gezählt, außer dem Block Was daraus folgt, der als Einordnung gekennzeichnet ist. Eine Vergabe ohne Teilnahmewettbewerb mit angegebenem Grund erlaubt das Vergaberecht. Dieser Bericht zählt, er urteilt nicht. Wir nennen keine Euro-Summen; warum, steht in der Methode.
57,2 %
der Vergabebekanntmachungen des BAAINBw ohne Ausschreibung (639 von 1.118). Alle Auftraggeber: 8,3 %
55,3 %
beim BAAINBw im Jahr 2026, nach 57,8 % im Jahr 2024
6,3 %
der Bau-Lose mit nur einem Angebot im Jahr 2026, nach 10,3 % im Jahr 2024
21,9 %
der Bau-Lose der Deutschen Bahn mit einem Angebot. Alle anderen Bauauftraggeber: 7,1 %
Fakten aus den Bekanntmachungen
Das Beschaffungsamt der Bundeswehr vergibt rund die Hälfte ohne Ausschreibung
Das BAAINBw in Koblenz kauft Ausrüstung, Waffensysteme und IT für die Bundeswehr. Auf TED hat es seit Januar 2024 1.118 Vergabebekanntmachungen veröffentlicht. 639 davon (57,2 Prozent) melden ein Verhandlungsverfahren ohne vorherigen Aufruf zum Wettbewerb: Das Amt sprach ein oder mehrere Unternehmen direkt an, ohne den Auftrag vorher öffentlich auszuschreiben. Über alle deutschen Auftraggeber liegt dieser Anteil bei 8,3 Prozent (13.009 von 157.007; ohne die Bahn, deren Angaben wir nicht auswerten, 7,5 Prozent), bei der Autobahn GmbH des Bundes bei 6,5 Prozent. Je bezuschlagtem Los gerechnet sind es beim BAAINBw 49,9 Prozent (1.187 von 2.378).
Anteil der Vergaben ohne Ausschreibung, 2024 bis 2026
In Prozent aller Vergabebekanntmachungen des Auftraggebers auf TED · abgesandt 1. Januar 2024 bis 30. Oktober 2026
Ein Teil der Bekanntmachungen ohne Ausschreibung ist keine neue Vergabe ohne Wettbewerb. Wir nehmen deshalb die 50 heraus, deren Titel, Beschreibung oder Begründung auf die Änderung oder Verlängerung eines bestehenden Vertrags oder einen Abruf hinweist (etwa „3. ÄV“ oder „§ 132 GWB“). Nicht als Vergabe ohne Wettbewerb zählen wir außerdem die 32, denen eine gescheiterte Ausschreibung vorausging, und die 29, in denen mehr als ein Angebot einging. Es bleiben 528 von 1.068 Bekanntmachungen, 49,4 Prozent. Wir haben 37 zufällig gezogene Bekanntmachungen ohne Ausschreibung einzeln gelesen; keine widerspricht dieser Abgrenzung.
BAAINBw: Anteil ohne Ausschreibung je Absendejahr
Alle Bekanntmachungen ohne Aufruf zum Wettbewerb, und dieselben ohne Vertragsänderungen, Abrufe, Fälle nach gescheiterter Ausschreibung und Fälle mit mehreren Angeboten
Der Anteil ist in jedem Jahr fast gleich hoch: 57,8 Prozent im Jahr 2024, 57,9 Prozent im Jahr 2025 und 55,3 Prozent im Jahr 2026 bis 30. Oktober 2026. Seit dem 14. Februar 2026 gilt das Gesetz zur beschleunigten Planung und Beschaffung für die Bundeswehr. Es ändert vor allem Fristen und Losregeln; ob es den Anteil der Vergaben ohne Ausschreibung oberhalb der EU-Schwellenwerte berührt, ist offen. Seit Inkrafttreten liegt er bei 56,0 Prozent (139 von 248 Bekanntmachungen). 716 der 1.118 Bekanntmachungen laufen nach dem Vergaberecht für Verteidigung und Sicherheit (Richtlinie 2009/81/EG, in Deutschland die VSVgV), davon 463 ohne Ausschreibung. Von den 402 nach dem allgemeinen Vergaberecht liefen 176 ohne Ausschreibung.
Eine Zahl aus dem Bundestag, nachgerechnet
In der Anhörung zum Bundeswehr-Beschaffungsgesetz am 10. November 2025 sprach Prof. Michael Eßig von der Universität der Bundeswehr München. Der Bundestag fasst seine Aussage so zusammen:
„Inzwischen würden 41,8 Prozent aller Verfahren mit nur einem einzigen Angebot enden. Die Bundeswehr erhalte etwa 2,2 Gebote pro Verfahren. Die geringe Wettbewerbsintensität lasse die Preise steigen.“
Eine Quelle für die Zahl nennt der Bericht nicht, und sie bezieht sich auf Verfahren. Wir zählen je Los: Von den Losen des BAAINBw, die nach einem Aufruf zum Wettbewerb vergeben wurden, bekamen 41,1 Prozent genau ein Angebot (484 von 1.177), im Mittel (Median) 2 Angebote je Los. Dieser Wert hängt stark an drei Sammelausschreibungen aus dem Jahr 2024 für Sanitäts- und Labormaterial, bei denen jedes Los genau ein Angebot erhielt (184 Lose). Ohne diese drei sind es 30,2 Prozent (300 von 993), in jedem Jahr ähnlich: 31,8, 29,8, 29,2 Prozent. Eßigs Zahl lässt sich mit den Bekanntmachungen also weder bestätigen noch widerlegen. Fest steht: Wo das BAAINBw ausschreibt, bekommt knapp jedes dritte Los nur ein Angebot. Und rund die Hälfte seiner Vergaben läuft ganz ohne Ausschreibung.
Welche Gründe das Amt angibt
Wer ohne Ausschreibung vergibt, gibt in der Bekanntmachung einen Grund aus einer festen Liste an (eForms BT-136). Beim BAAINBw sind es diese (eine Bekanntmachung kann mehrere Gründe nennen):
| Angegebener Grund (BT-136) | Vergaben |
|---|---|
| Nur ein Unternehmen kann liefern, aus technischen Gründen | 235 |
| Schutz ausschließlicher Rechte | 153 |
| Ausnahme für Verteidigung und Sicherheit | 83 |
| Zusätzliche Leistungen des bisherigen Auftragnehmers | 55 |
| Künstlerische Gründe | 37 |
| Kein geeignetes Angebot im vorherigen Verfahren | 27 |
37-mal wählte das BAAINBw „künstlerische Gründe“, die Ausnahme für ein einzigartiges Kunstwerk oder eine künstlerische Leistung. Drei Beispiele, so in den Bekanntmachungen eingetragen:
| Bekanntmachung | Gegenstand | Begründungstext |
|---|---|---|
| 637942-2024 | Vernichtungsgeschosse 120x570 DM11 | „siehe oben“ |
| 394460-2026 | Restlichtverstärker für Handwaffen | „keine“ |
| 48020-2025 | Lieferung von Ersatzteilen für SIKORSKY CH-53G/ GS und UH-Tiger | „Verhandlungsverfahren ohne Teilnahmewettbewerb nach § 12 Abs. 1 Nr. 1 lit. c) VSVgV“ |
34 der 37 Bekanntmachungen mit diesem Code laufen nach dem Vergaberecht für Verteidigung und Sicherheit, auch alle drei Beispiele. Die VSVgV sieht künstlerische Gründe als Ausnahme nicht vor; vermutlich wurde im Formular der falsche Code gewählt. Die dritte Begründung verweist auf die Vorschrift über technische Gründe und Ausschließlichkeitsrechte. Bei den anderen beiden gibt der Text keinen Grund an. Unter den 37 Begründungen zu diesem Code finden sich außerdem mehrfach „Alleinstellung“ und „Nur ein Anbieter“. Alle 639 Begründungen stehen in der CSV unten.
Am Bau steigt die Zahl der Angebote
Der Zentralverband Deutsches Baugewerbe (ZDB) warnt, Geld aus dem Sondervermögen werde in so großen Losen vergeben,
„dass nur noch wenige große Unternehmen mitbieten können“
In den Bekanntmachungen ist ein Rückgang der Angebote nicht zu sehen. Bei Bauleistungen (CPV 45) sank der Anteil der Lose mit nur einem Angebot von 10,3 Prozent im Jahr 2024 (1.262 von 12.219) auf 7,5 Prozent im Jahr 2025 und 6,3 Prozent im Jahr 2026 (797 von 12.565). Im Mittel (Median) gingen je Bau-Los 4 Angebote im Jahr 2024 ein und 5 im Jahr 2026.
Das widerlegt die Sorge des Verbands nicht. Die Bekanntmachungen zeigen, wie viele Angebote eingingen, nicht wer sie abgab. Ob große Lose kleinere Betriebe fernhalten und dafür mehr große Firmen mitbieten, lässt sich daraus nicht ablesen. TED enthält außerdem nur Bauaufträge oberhalb des EU-Schwellenwerts.
Bei der Bahn bekommt mehr als jedes fünfte Bau-Los nur ein Angebot
Ein Bauauftraggeber weicht deutlich ab. Von den Bau-Losen der Deutschen Bahn und ihrer Töchter (vor allem DB InfraGO) bekamen 21,9 Prozent nur ein Angebot (506 von 2.309). Bei allen anderen Bauauftraggebern zusammen waren es 7,1 Prozent (2.614 von 36.594), also weniger als ein Drittel. Im Mittel bekam ein Bau-Los der Bahn 3 Angebote, eines der anderen Auftraggeber 5.
Bau-Lose mit nur einem Angebot: Deutsche Bahn und alle anderen Auftraggeber
Anteil an den Bau-Losen (CPV 45) mit Aufruf zum Wettbewerb und gemeldeter Angebotszahl, je Absendejahr
Auch bei der Bahn sinkt der Anteil, von 28,3 Prozent im Jahr 2024 auf 14,4 Prozent im Jahr 2026. Er bleibt mehr als doppelt so hoch wie bei den anderen Auftraggebern (5,8 Prozent). Der Vergleich ist nicht ganz gleichartig: Die Bahn vergibt als Sektorenauftraggeberin, und auch andere Sektorenauftraggeber wie Versorger und Verkehrsbetriebe liegen bei Bau-Losen höher, bei 16,3 Prozent (257 von 1.576). Nur offene Verfahren gezählt: Bahn 19,9 Prozent, alle anderen 6,6 Prozent. Über alle Lose der Bahn, nicht nur Bau, liegt der Anteil bei 27,0 Prozent; bei der Autobahn GmbH des Bundes bei 16,7 Prozent.
Der Bundesrechnungshof schrieb dem Haushaltsausschuss im Oktober über die Generalsanierungen der Bahn:
„Die ersten Korridorsanierungen zeigen gravierende Fehlentwicklungen“
Angebotszahlen nennt der Bericht nicht. Wie viele Angebote die Bahn für ihre Bauaufträge erhält, steht in ihren eigenen Bekanntmachungen.
Einordnung
Was daraus folgt
Ohne Ausschreibung oder mit nur einem Angebot hat der Auftraggeber keinen zweiten Preis, mit dem er das Angebot vergleichen kann. Das gilt für jeden Auftraggeber, wiegt aber beim BAAINBw am schwersten: Nach Eßig wächst das Beschaffungsvolumen der Bundeswehr von 2021 bis 2029 um 588 Prozent. Der SPD-Haushälter Andreas Schwarz, Hauptberichterstatter für den Verteidigungsetat, sagte laut Berliner Zeitung im Mai, die Preise für Bundeswehr-Projekte explodierten:
„es gibt leider zu wenig Wettbewerb“
Die 12. GWB-Novelle (Drucksache 21/7865, Anhörung im Wirtschaftsausschuss am 14. Oktober 2026) soll dem Bundeskartellamt erlauben, Angebotspreise und andere Vergabedaten ohne Anlass auszuwerten. Ein solches Screening vergleicht Angebote. Bei einer Vergabe ohne Ausschreibung gibt es keine Angebote anderer Unternehmen, die es vergleichen könnte. Beim BAAINBw betrifft das rund die Hälfte der Vergaben, die auf TED stehen.
Was wir am Jahresende prüfen: ob sich der Anteil ohne Ausschreibung beim BAAINBw im ersten vollen Jahr mit dem neuen Beschaffungsgesetz verändert, und ob der Abstand der Bahn zu den anderen Bauauftraggebern kleiner wird. Wir veröffentlichen das Ergebnis mit derselben Methode, auch wenn es diesen Bericht relativiert.
Alle Gruppen im Überblick
| Auftraggeber | Ohne Ausschr. / Vergaben | Anteil | Ein Angebot / Lose | Anteil |
|---|---|---|---|---|
| Alle Auftraggeber | 13.009 / 157.007 | 8,3 % | 29.068 / 153.432 | 18,9 % |
| Bauleistungen (CPV 45) | 1.424 / 57.401 | 2,5 % | 3.120 / 38.903 | 8,0 % |
| Bau, ohne Deutsche Bahn | 1.154 / 55.441 | 2,1 % | 2.614 / 36.594 | 7,1 % |
| Bau, Deutsche Bahn | siehe Methode | 506 / 2.309 | 21,9 % | |
| Deutsche Bahn, alle Lose | siehe Methode | 2.065 / 7.639 | 27,0 % | |
| Autobahn GmbH des Bundes | 172 / 2.656 | 6,5 % | 543 / 3.259 | 16,7 % |
| Alle Auftraggeber ohne Deutsche Bahn | siehe Methode | 27.003 / 145.793 | 18,5 % | |
| Bundeswehr gesamt | 960 / 3.063 | 31,3 % | 1.090 / 3.539 | 30,8 % |
| BAAINBw | 639 / 1.118 | 57,2 % | 484 / 1.177 | 41,1 % |
Die Werte je Jahr stehen in der CSV.
Methode und Grenzen
Quelle. Alle Vergabebekanntmachungen (eForms, Formulare can-standard und can-social) deutscher Auftraggeber auf TED, dem Amtsblatt der EU, abgesandt vom 1. Januar 2024 bis 30. Oktober 2026: 157.007 Bekanntmachungen. Das Jahr ist das Jahr, in dem die Bekanntmachung abgesandt wurde.
Ohne Ausschreibung heißt: Das Verfahren ist als Verhandlungsverfahren ohne vorherigen Aufruf zum Wettbewerb eingetragen (BT-105). Gezählt wird je Bekanntmachung. Ein Angebot heißt: Ein bezuschlagtes Los aus einem Verfahren mit Aufruf zum Wettbewerb meldet genau ein eingegangenes Angebot (BT-759). Gezählt wird je Los. Lose ohne gemeldete Angebotszahl zählen nicht mit; über alle Auftraggeber melden 75,9 Prozent der Lose eine Zahl, beim BAAINBw 98,8 Prozent, bei Bau-Losen 70,6 Prozent. Wir haben die Angebotszahlen von 300 Bekanntmachungen mit der amtlichen XML-Datei verglichen und keine Abweichung gefunden. Eine Bekanntmachung kann mehrere Lose umfassen; 108 der 1.118 Bekanntmachungen des BAAINBw melden keinen Zuschlag, etwa weil das Verfahren eingestellt wurde. Sie stehen im Nenner.
Auftraggebergruppen sind über den eingetragenen Namen gebildet: BAAINBw (die Schreibweisen des Bundesamts für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr), Bundeswehr gesamt (zusätzlich BAIUDBw, BWI GmbH und alle Dienststellen mit „Bundeswehr“ im Namen), Deutsche Bahn (DB InfraGO, DB Netz, DB Station, DB Energie und weitere DB-Gesellschaften).
Bahn ohne Ausschreibung. Den Anteil der Bahn-Vergaben ohne Ausschreibung werten wir nicht aus. In 616 von 1.669 solchen Bekanntmachungen fehlt der Grund, in 410 lautet er, der Auftrag betreffe keine Bau-, Liefer- oder Dienstleistung. Diese Fälle lassen sich nicht sauber als Vergabe ohne Ausschreibung zählen.
Keine Euro-Summen. Die Wertangaben sind für diese Auswertung nicht belastbar. Ein Beispiel: In der Bekanntmachung 349647-2025 der DB InfraGO steht als Angebot 4.725.608,14 Euro und als Gesamtwert 472.560.814 Euro, hundertmal so viel. Der Gesamtwert ist offenbar das Angebot ohne Komma. Solche Fehler verzerren jede Summe. Wir zählen deshalb nur Verfahren und Angebote.
Was TED nicht zeigt. TED enthält nur Aufträge oberhalb der EU-Schwellenwerte. Rüstungsaufträge, die nach Artikel 346 AEUV vom Vergaberecht ausgenommen sind, werden gar nicht bekannt gemacht. Der Bericht sagt nichts über diese Aufträge und nichts über den Wert der Bundeswehr-Beschaffung insgesamt. Er prüft auch nicht, ob ein angegebener Grund im Einzelfall zutrifft.
Die Auswertung ist reproduzierbar: Skripte und Zwischendateien liegen bei uns, jede Bekanntmachung ist über die Nummer in der CSV auf TED abrufbar. Verwandte Berichte: Nur ein Anbieter bei IT-Vergaben und Software-Abhängigkeit als Vergabegrund.
English summary
We counted all 157,007 award notices that German public buyers sent to TED between 2024-01-01 and 2026-10-30, all sectors. Overall, the share of lots with a single bid fell from 21.7% (2024) to 16.5% (2026), in construction from 10.3% to 6.3%. Two large buyers stand out. The Bundeswehr procurement office BAAINBw reported no call for competition in 639 of 1,118 award notices (57.2%; 49.4% after removing contract changes, call-offs and awards after a failed tender), against 8.3% for all buyers, and the share has barely moved since 2024 (57.8%, 57.9%, 55.3%). Deutsche Bahn construction lots drew a single bid in 21.9% of cases, against 7.1% for all other construction buyers. Counts only: TED value fields contain decimal slips, so no euro sums are given.
Die Auswertung ist offen. Tendervane zeigt Unternehmen, welche öffentlichen Verträge auslaufen, wer sie hält und wann die nächste Ausschreibung kommt.