Vergabekalender öffentliche IT · laufend aus offiziellen Vergabedaten

Vergabekalender für auslaufende öffentliche IT-Verträge in Deutschland

Ein Vergabekalender, der erst bei der Veröffentlichung beginnt, beginnt zu spät. An dem Tag steht die Leistungsbeschreibung meist schon, oft nach Gesprächen mit dem bisherigen Anbieter. Der nützliche Kalender beginnt früher, am geschätzten Ende des laufenden Vertrags. Genau das zeigt dieser Kalender für deutsche öffentliche IT-Verträge, und zwar für die kommenden 24 Monate.

Geschrieben von Ravid Efroni, Gründer von Tendervane · aktualisiert 23. Juli 2026

1.948
IT-Verträge mit erwartetem Ende innerhalb von 24 Monaten
11,6 Mrd. €
veröffentlichter Auftragswert dieser Datensätze
765
verschiedene öffentliche Auftraggeber

Die nächsten 24 Monate im Überblick

Anzahl Verträge mit geschätztem Vertragsende pro Monat. Der Dezember ist in diesen Daten der stärkste Monat, weil viele Verträge ein Enddatum zum 31. Dezember tragen. Jedes Vertragsende ist eine Schätzung, und nicht jeder auslaufende Vertrag wird neu ausgeschrieben.

050100150200250Jul 2026: 10 Verträge (Teilmonat)JulAug 2026: 36 VerträgeAugSep 2026: 51 VerträgeSepOkt 2026: 56 VerträgeOktNov 2026: 67 VerträgeNovDez 2026: 190 Verträge190DezJan 2027: 48 VerträgeJanFeb 2027: 60 VerträgeFebMär 2027: 64 VerträgeMärApr 2027: 79 VerträgeAprMai 2027: 54 VerträgeMaiJun 2027: 60 VerträgeJunJul 2027: 76 VerträgeJulAug 2027: 45 VerträgeAugSep 2027: 70 VerträgeSepOkt 2027: 76 VerträgeOktNov 2027: 74 VerträgeNovDez 2027: 247 Verträge247DezJan 2028: 88 VerträgeJanFeb 2028: 79 VerträgeFebMär 2028: 96 VerträgeMärApr 2028: 89 VerträgeAprMai 2028: 87 VerträgeMaiJun 2028: 79 VerträgeJunJul 2028: 67 VerträgeJul202620272028Quelle: Tendervane, offizielle Vergabedaten von TED und dem Bund

Was dieser Kalender nicht ist: keine Liste angekündigter Vergabeverfahren und keine Aufteilung nach Bundesland. Er zeigt geschätzte Vertragsenden, keine feststehenden Ausschreibungstermine. Quellen: offizielle Bekanntmachungen auf TED und im Bekanntmachungsservice des Bundes, Stand 23. Juli 2026.

Wann die Vorbereitung sinnvoll beginnt

Wer einen öffentlichen IT-Auftrag erst nach der Veröffentlichung findet, kommt für die Angebotsabgabe nicht zu spät. Aber oft zu spät für das, was über die Ausgangsposition entscheidet: die frühe Kundenentwicklung. In den Monaten vor der Bekanntmachung nimmt die Anforderung Gestalt an. Der Auftraggeber orientiert sich, spricht mit Anbietern, schreibt Anforderungen. Wer erst bei der Veröffentlichung einsteigt, bietet auf eine Leistungsbeschreibung, die zum Teil andere geprägt haben. Manchmal derjenige, der den Vertrag heute hält.

Ein Kalender bereits veröffentlichter Ausschreibungen hilft dabei nicht. Er zeigt genau die Aufträge, bei denen die frühe Positionierung beim Auftraggeber schon gelaufen ist. Der Zeitpunkt, der zählt, liegt früher, am Ende des laufenden Vertrags. Dieses Ende steht in keinem Terminkalender, aber es lässt sich ableiten: Jede europaweite Vergabe oberhalb der Schwelle ist öffentlich, mit Gewinner, Wert und oft Laufzeit. Zuschlagsdatum plus Laufzeit plus Verlängerungsoptionen ergibt das erwartete Ende. Ziehen Sie 12 bis 18 Monate ab, und Sie haben das Fenster, um den Auftraggeber kennenzulernen.

Auftraggeber mit den meisten erwarteten Vertragsenden

Diese öffentlichen Auftraggeber haben in unseren Daten die meisten IT-Verträge mit einem erwarteten Ende innerhalb von 24 Monaten. Es ist zugleich eine Liste der Institutionen, bei denen in den nächsten zwei Jahren Verträge auslaufen und eine Anschlussvergabe wahrscheinlicher wird. Wir zeigen die offiziellen Namen und die Fallzahlen, ohne Zuordnung nach Bundesland.

Bundesrepublik Deutschland, vertreten durch das Bundesministerium des Innern und für Heimat, vertreten durch das Beschaffungsamt des BMI
149
Land Hessen, vertreten durch die Hessische Zentrale für Datenverarbeitung
69
Informationstechnikzentrum Bund (ITZBund)
66
BWI GmbH
34
Bundesagentur für Arbeit (BA), vertreten durch den Vorstand, hier vertreten durch die Leitung des Geschäftsbereiches Einkauf im BA-Service-Haus
28
Bundesrepublik Deutschland, vertreten durch das Bundesministerium des Innern, vertreten durch das Beschaffungsamt des BMI
26
Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr
21
Bundesdruckerei GmbH
20
Fraunhofer-Gesellschaft - Einkauf B12
20
Dataport AöR
19
Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH
15
Deutsche Bundesbank, Zentralbereich Beschaffungen
15

Anzahl Verträge mit erwartetem Vertragsende innerhalb von 24 Monaten, pro Auftraggeber. Im Radar ist diese Liste nach jedem Auftraggeber durchsuchbar, mit Wert, aktuellem Anbieter und geschätztem Zeitfenster pro Vertrag.

Datengrundlage, Schätzungen und Grenzen

Von den 1.948 Verträgen in diesem Fenster hat jedes geschätzte Ende eine konkrete, aus der Bekanntmachung abgeleitete Grundlage. 886 tragen ein Laufzeitende, das wörtlich in der Bekanntmachung steht. 1.059 sind aus Zuschlagsdatum plus veröffentlichter Laufzeit berechnet. 3 stammen aus einer Anreicherung der Unterlagen. Alle 1.948 sind also aus der Bekanntmachung selbst abgeleitet, nicht aus einem Durchschnitt.

Zwei Grenzen gehören dazu, offen genannt. Erstens: Sechs von zehn deutschen IT-Vergaben nennen keinen Auftragswert, deshalb ist das Auftragsvolumen eine Untergrenze der veröffentlichten Werte, kein Marktvolumen. Zweitens: Nicht jeder auslaufende Vertrag wird neu ausgeschrieben. Manches wird verlängert, manches eingestellt. Der Kalender zeigt, wo eine Neuvergabe wahrscheinlich wird, nicht wo sie sicher ist. Auftraggeber, Anbieter, Wert und Zuschlagsdatum sind Fakten aus der Bekanntmachung. Das Vertragsende ist eine Schätzung, und so steht es auch da.

Vom Kalender zur konkreten Vorbereitung

Der kostenlose Musterbericht zeigt ein echtes Stück des Kalenders: deutsche IT-Verträge mit Werten, aktuellen Anbietern und geschätzten Zeitfenstern. Ohne Anmeldung per E-Mail.

Häufige Fragen

Was ist ein Vergabekalender?

Meist ist damit ein Überblick über bereits veröffentlichte Verfahren gemeint: laufende und angekündigte Ausschreibungen. Nützlich, aber es zeigt Aufträge, deren Leistungsbeschreibung schon feststeht. Dieser Kalender arbeitet umgekehrt. Er zeigt, wann bestehende Verträge voraussichtlich enden, also wann der Auftrag zurück an den Markt kommt, 6 bis 18 Monate bevor etwas veröffentlicht wird.

Wie zuverlässig sind die erwarteten Vertragsenden?

Es sind Schätzungen, und so werden sie angezeigt. Jede hat eine Basis: ein explizites Laufzeitende aus der Bekanntmachung, eine Berechnung aus Zuschlagsdatum plus Laufzeit, oder eine Anreicherung aus den Vergabeunterlagen. Fakten wie Auftraggeber, aktueller Auftragnehmer, Wert und Zuschlagsdatum stammen direkt aus der offiziellen Bekanntmachung, und jeder Vertrag verlinkt die Quelle.

Ist der Kalender nach Bundesland aufgeschlüsselt?

Nein. Wir zeigen Auftraggeber und Monate, nicht eine Aufteilung nach Bundesland. Die offiziellen Vergabedaten enthalten keine verlässliche Bundesland-Zuordnung, und wir raten sie nicht aus dem Namen des Auftraggebers zusammen. Was wir zeigen, sind die tatsächlichen Namen und ihre Fallzahlen.

Was kostet es?

Es gibt einen kostenlosen Plan, in dem der Kalender sichtbar bleibt. Bezahlte Pläne beginnen bei 249 Euro pro Monat, pauschal für Ihr Unternehmen, ohne Preis pro Nutzer. Jede Registrierung startet mit 14 Tagen vollem Pro-Workflow und 10 Kontaktfreischaltungen, ohne Kreditkarte.