Vergleich, geprüft am 24. Juli 2026

Ausschreibungsalarm oder Vertragsradar?

Geschrieben von Ravid Efroni, Gründer von Tendervane · aktualisiert 24. Juli 2026

Zwei Sätze vorweg, damit Sie nicht weiterlesen müssen, wenn die Antwort schon feststeht. auftrag.at kostet deutlich weniger und ist die bessere Wahl, wenn Sie wissen wollen, welche Ausschreibungen heute offen sind. Tendervane arbeitet an einer anderen Stelle: an den Monaten, bevor überhaupt etwas veröffentlicht wird.

Dieser Vergleich stammt von uns, also von einer Partei. Wir haben ihn deshalb so geschrieben, dass Sie die Stellen finden, an denen der Wettbewerber gewinnt. Alle Angaben zu auftrag.at sind am 24. Juli 2026 auf den öffentlichen Seiten geprüft und verlinkt.

Der Preis, auf gleicher Abrechnungsbasis

Preisvergleiche werden meist dadurch unehrlich, dass die Jahresrechnung des einen der Monatsrechnung des anderen gegenübergestellt wird. Beide Anbieter geben bei jährlicher Zahlung rund ein Sechstel nach, deshalb bleibt das Verhältnis auf beiden Basen gleich.

Abrechnungauftrag.at BusinessTendervane StarterVerhältnis
Jährlich720 €2.490 €rund 3,5x
Monatlich72 €249 €rund 3,5x
Jährlich, kleinstes Paket von auftrag.at456 €2.490 €rund 5,5x

Veröffentlichte Listenpreise, geprüft am 24. Juli 2026 auf der Preisseite von auftrag.at. auftrag.at weist seine Preise ausdrücklich exklusive Umsatzsteuer aus. Dort gibt es außerdem ein Enterprise-Paket zu 1.404 Euro pro Jahr sowie zusätzliche Suchagenten für 140 Euro pro Jahr.

Diesen Aufpreis rechtfertigt kein besserer Ausschreibungsalarm. Dafür ist auftrag.at günstiger und stärker aufgestellt. Er rechtfertigt sich nur, wenn ein Vertragsradar Ihnen Chancen verschafft, die bei Veröffentlichung bereits vergeben sind.

Was bei uns in welchem Paket steckt

Ein Vergleich, der eine Funktion zum Preis eines Pakets bewirbt, in dem sie nicht enthalten ist, ist wertlos. Deshalb hier beide Pakete offen nebeneinander. Der freigeschaltete Beschaffungskontakt und der CSV-Export sind dem Pro-Paket vorbehalten.

EnthaltenStarter 249 €/MonatPro 499 €/Monat
Radar und Dossiers in voller Tiefejaja
Erwartetes Rückkehrfenster mit Grundlagejaja
Pipeline und wöchentliche Übersichtjaja
Abgedeckte Märkte13
Beschaffungskontakt freischaltenneinja
CSV-Exportneinja

Flatpreis pro Unternehmen, unbegrenzt viele Benutzer. Der Test läuft 14 Tage mit dem vollständigen Pro-Arbeitsablauf, zehn Kontaktfreischaltungen und ohne Karte.

Was auftrag.at aus Zuschlagsdaten bereits zeigt

Eine Behauptung, die wir ausdrücklich nicht aufstellen: auftrag.at enthält nicht nur offene Ausschreibungen. Es veröffentlicht auch Bekanntgaben vergebener Aufträge, samt Auftraggeber, Auftragnehmer, veröffentlichtem Wert, Vertragsabschlussdatum sowie Laufzeit- oder Erfüllungsangaben.

Wer will, kann diese Bekanntgaben also selbst öffnen und daraus mögliche Folgechancen ableiten. Wir haben auf diese Fakten keinen exklusiven Zugriff, und jeder Vergleich, der das behauptet, wäre in fünf Minuten widerlegt.

Die frühere elektronische Vergabeplattform auftrag.at-Vergabe wurde am 13. Dezember 2024 eingestellt. Die bis dahin veröffentlichten Bekanntmachungen bleiben als statische Kerndatenquelle bestehen. Die Suche von auftrag.at wurde nicht eingestellt und ist aktiv.

Der eine Unterschied, den wir behaupten: Auf den am 24. Juli 2026 geprüften öffentlichen Produkt-, Preis- und FAQ-Seiten haben wir keine Beschreibung systematischer Ablaufprognosen oder eigener Verlängerungsalarme gefunden. Das ist eine Aussage über die öffentliche Darstellung zu diesem Zeitpunkt. Sie besagt nicht, dass so etwas technisch unmöglich wäre oder nicht künftig angeboten wird.

Die ehrliche Prüfung: was sparen Sie gegenüber Handarbeit?

Wenn dieselben Bekanntgaben öffentlich sind, wäre Vertragsradar nur ein Wort für dieselbe Liste in anderer Anordnung. Diesen Einwand muss der Vergleich aushalten, sonst ist er Marketing.

Für einzelne Zielkunden ist Handarbeit tatsächlich ausreichend. Sie öffnen die Bekanntgabe, lesen Auftragnehmer und Laufzeit, rechnen und tragen sich eine Erinnerung ein. Für eine laufende Pipeline müssten Sie dagegen dauerhaft dies leisten: neue Bekanntgaben regelmäßig durchsehen und von bereits geprüften trennen, jede einzeln auslesen, Datumsangaben und Laufzeiten auf eine vergleichbare Zeitachse bringen, je Vertrag ein Rückkehrfenster samt Grundlage bilden, nach Wert und Eignung priorisieren, Kontakt und Originalbeleg zusammenführen, Termine rechtzeitig vor dem erwarteten Ende setzen und das Ganze wöchentlich nachhalten.

Genau dieses Bündel nehmen wir ab. Ob das 3,5-mal so viel wert ist, hängt an einer einzigen Frage: wie viele Verträge verfolgen Sie wirklich? Bei fünf bekannten Zielkunden und wenigen Vergaben im Jahr ist eine eigene Tabelle neben auftrag.at wirtschaftlich vernünftiger, und wir sagen Ihnen das lieber hier als nach der ersten Rechnung. Bei Dutzenden laufenden Verträgen in einem klar umrissenen Markt kippt die Rechnung.

Wann auftrag.at die bessere Wahl ist

Sie suchen Ausschreibungen, die jetzt offen sind. Dann ist auftrag.at das passende Werkzeug. Die semantische Suche benötigt laut Anbieter keine CPV-Kenntnisse, und Suchagenten liefern täglich Treffer.

Sie beobachten mehrere Branchen oder Regionen. Das Business-Paket enthält vier Suchagenten und unbegrenzt viele E-Mail-Empfänger. Alle Pakete umfassen laut Anbieter die AT- und EU-weit veröffentlichten Ausschreibungen.

Das Budget entscheidet. 456 oder 720 Euro im Jahr sind eine andere Größenordnung als 2.490 Euro. Wenn die Vorlaufarbeit vor der Veröffentlichung bei Ihnen kein Engpass ist, zahlen Sie bei uns für etwas, das Sie nicht brauchen.

Sie bevorzugen einen etablierten österreichischen Anbieter. auftrag.at nennt mehr als zwanzig Jahre Erfahrung im Ausschreibungsmarkt und bietet persönlichen Support. Betrieben wird es von der Wiener Zeitung Digitale Publikationen GmbH, einer Gesellschaft im Eigentum der Republik Österreich. Wir sind in Österreich neu. Das ist ein sachlicher Nachteil, kein rhetorischer.

Angaben zu Funktionen und Erfahrung nach der Darstellung von auftrag.at, geprüft am 24. Juli 2026.

Wann Tendervane die sinnvollere Wahl ist

Wenn für Sie die veröffentlichte Ausschreibung bereits zu spät im Vertriebsprozess kommt. Wer den Auftraggeber erst bei Veröffentlichung kennenlernt, konkurriert mit jemandem, der seit Monaten im Haus bekannt ist.

Konkret passt das, wenn Sie:

  • öffentliche Auftraggeber Monate vor einer erwarteten Wiedervergabe ansprechen möchten,
  • regelmäßig viele laufende Verträge in einem klar umrissenen Markt verfolgen,
  • wissen müssen, welcher Auftragnehmer einen Vertrag derzeit hält und welcher veröffentlichte Wert dahinter steht,
  • aus Bekanntgaben eine priorisierte Pipeline statt einer eigenen Tabelle bauen wollen.

Auftraggeber, Auftragnehmer, Wert und Zuschlagsdatum stammen dabei immer aus der Bekanntgabe. Das erwartete Rückkehrfenster ist immer eine Schätzung, und wir kennzeichnen an jedem Datum die Grundlage. Optionen, Verlängerungen, geänderte Bedarfe oder eine zulässige Direktvergabe können den Verlauf verändern.

Was keiner von beiden kann

Kein Produkt kann auswerten, was nicht veröffentlicht wurde. auftrag.at erklärt selbst, dass im Unterschwellenbereich für Auftraggeber im Vollziehungsbereich des Bundes unter 50.000 Euro keine Bekanntgabepflicht besteht und dass für Auftraggeber im Vollziehungsbereich der Länder keine entsprechende Pflicht gilt.

Wie weit unsere österreichische Abdeckung reicht, wie oft ein Vertragsende tatsächlich in der Bekanntgabe steht und welche Zahlen man aus diesen Daten nicht bilden darf, rechnen wir offen vor: was Österreichs Vergabedaten abdecken und was nicht. Ein Vertragsradar ist eine Auswertung veröffentlichter Vergaben, kein vollständiges Register öffentlicher Verträge.

Häufige Fragen

Hat auftrag.at nur offene Ausschreibungen?
Nein, und diese Behauptung wäre falsch. auftrag.at veröffentlicht auch Bekanntgaben vergebener Aufträge mit Auftragnehmer, veröffentlichtem Wert, Vertragsabschlussdatum sowie Laufzeit- oder Erfüllungsangaben. Wir haben auf diese Daten keinen exklusiven Zugriff, und ein Nutzer kann daraus grundsätzlich selbst Folgechancen ableiten.
Prognostiziert auftrag.at Vertragsabläufe?
Auf den am 24. Juli 2026 geprüften öffentlichen Produkt-, Preis- und FAQ-Seiten haben wir keine Beschreibung systematischer Ablaufprognosen oder eigener Verlängerungsalarme gefunden. Das ist eine Aussage über die öffentliche Darstellung zu diesem Zeitpunkt, keine Aussage darüber, was technisch möglich wäre oder künftig angeboten wird.
Welches Produkt ist günstiger?
auftrag.at, deutlich. Bei jährlicher Abrechnung kostet das Business-Paket 720 Euro pro Jahr, das Startup-Paket 456 Euro. Tendervane Starter kostet bei jährlicher Abrechnung 2.490 Euro. Auf gleicher Abrechnungsbasis ist Tendervane damit rund 3,5-mal so teuer, gegenüber dem Startup-Paket rund 5,5-mal.
Ist das erwartete Rückkehrfenster ein bekanntes Vertragsende?
Nein. Auftraggeber, Auftragnehmer, veröffentlichter Wert und Zuschlagsdatum stammen aus der Bekanntgabe. Das Rückkehrfenster ist immer eine Schätzung, und wir kennzeichnen bei jedem Datum die Grundlage: in der Bekanntgabe genannt, aus anderen Angaben berechnet oder statistisch geschätzt. Ein geschätztes Ende ist keine Zusage, dass neu ausgeschrieben wird.
Sind im Starter-Paket Ansprechpartner enthalten?
Nein. Die Freischaltung des Beschaffungskontakts und der CSV-Export sind dem Pro-Paket vorbehalten. Im 14-tägigen Test ist der vollständige Pro-Arbeitsablauf mit zehn Kontaktfreischaltungen enthalten. Wir sagen das hier, weil ein Vergleich, der eine Funktion zum Preis eines Pakets bewirbt, in dem sie nicht enthalten ist, wertlos wäre.
Erfasst Tendervane alle öffentlichen Verträge in Österreich?
Nein. Ausgewertet werden kann nur, was veröffentlicht wurde, und die Veröffentlichungspflichten unterscheiden sich zwischen Bund und Ländern. Wie weit unsere österreichische Abdeckung reicht und wo sie endet, rechnen wir auf einer eigenen Seite offen vor.
Kann man beide Produkte gemeinsam nutzen?
Ja, und für viele Unternehmen ist das die vernünftigste Antwort. auftrag.at findet und überwacht die heute veröffentlichten Verfahren, Tendervane organisiert die Monate vor einer erwarteten Wiedervergabe. Ob sich beides rechnet, hängt davon ab, wie viele öffentliche Verträge Sie tatsächlich verfolgen.

Ausschreibungen finden oder früher anfangen?

Wenn Sie heute veröffentlichte Ausschreibungen finden und beobachten wollen, nehmen Sie auftrag.at. Es kostet weniger und ist dafür das bessere Werkzeug. Wenn Ihr Engpass darin besteht, von einer Chance erst bei Veröffentlichung zu erfahren, prüfen Sie den Vertragsradar an Ihren echten Zielkunden. Drei Fragen entscheiden: Sind die relevanten Verträge Ihres Marktes enthalten? Ist die Grundlage jeder Schätzung nachvollziehbar? Entsteht daraus eine Aktion, die Sie sonst zu spät gestartet hätten? Wenn nein, zahlen Sie nicht.

Vollständiger Pro-Arbeitsablauf, zehn Kontaktfreischaltungen, keine Karte.